Die Amsterdamse Waterleidingduinen (Amsterdamer Wasserleitungsdünen)

Runter von den Wegen, rein in die Dünen!

Aus der prachtvollen Natur der Amsterdamse Waterleidingduinen stammen gut zwei Drittel des Amsterdamer Trinkwassers. Weil dieses Gebiet so wichtig ist, ist es ausschließlich Wanderern vorbehalten. Diese dürfen hier im wahrsten Sinne des Wortes herumstreunen, nämlich auch abseits der Pfade die Natur erkunden. So kann man nach eigenem Gutdünken das sage und schreibe 3.400 Hektar große Gebiet durchkreuzen.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass man dabei Dammhirschen begegnet, aber auch anderen Tieren wie Füchsen und Rehen, Rohrdommeln, Baummardern oder Eisvögeln

Wasserreinigung auf natürlichem Wege

Die Dünen reinigen jährlich 90 Millionen Kubikmeter Trinkwasser. Das Wasser stammt ursprünglich aus dem Rhein. Doch bevor es in die Dünen gepumpt wird, findet eine Vorreinigung statt. Und dann macht sich die Schwerkraft an die Arbeit: Das Wasser sackt in den Grund und wird dabei durch Sand und Bakterien im Boden gereinigt. Nach zwei Monaten kommt das Wasser aus den tiefer gelegenen Schichten wieder nach oben und strömt letztendlich in den Oranjekom, das größte der Sammelbecken. Von dort fließt es zu einer Reinigungsinstallation, wo es noch ein letztes Mal gründlich gesäubert wird. Drei Monate, nachdem das Wasser aus dem Fluss in die Dünen gepumpt wurde, ist es zu Trinkwasser geworden. Und das Schöne an der Sache ist: Für gesundes Trinkwasser braucht man eine gesunde Natur. Deshalb wird alles dafür getan, um die Amsterdamse Waterleidingduinen zu schützen. So können wir sowohl die prachtvolle Landschaft als auch das von dort stammende glasklare Trinkwasser genießen.