Let's be fair Wie Jouelle die Welt verändert

Jouelle Cuppen arbeitet als selbstständige Produktdesignerin. Für ihre Arbeit reiste sie um die ganze Welt und kam mit Fabriken in Kontakt, in denen die Arbeitsbedingungen absolut schlecht waren. „Jahrelang habe ich Produkte für große Unternehmen entworfen. Während meiner Geschäftsreisen besuchte ich viele Fabriken im Ausland und sah dort Dinge, die man verbessern könnte. Doch mir war nicht klar, wie ich das alleine anstellen konnte.

Dann kam ich mit Return to Sender in Kontakt. Sie unterstützen Frauen dabei, mit ehrlichem und nachhaltigem Handel ein Leben für sich und ihre Familie aufzubauen.

Return to Sender suchte Verbindungen zu Unternehmen, die einen ehrlichen Handel betreiben, die nach Fairtrade-Kriterien arbeiten und angemessene Löhne bezahlen. Dank meiner Erfahrung und meiner vielen Reisen war unsere Zusammenarbeit das perfekte Match.

Mir gefällt es, mit kleinen Fabriken zusammen zu arbeiten. Bei Return to Sender haben wir direkt mit den Frauen Kontakt, welche die Produkte herstellen. Dazwischen sitzen keine Händler oder Wiederverkäufer. Wir vermeiden auch große, maschinelle Fabriken mit Hunderten von Mitarbeitern.“

„Dieses Projekt ist sehr nachhaltig. Hier wird bis hin zu den Deko-Gegenständen in den Häusern nach nachhaltigen Produkten gesucht. Und das ist wirklich schön!“

Herausforderungen

„Es ist nicht immer leicht, mit solch kleinen Betrieben zu arbeiten. In anderen Ländern herrschen andere Kulturen. Die Leute dort wissen nicht immer, was sich im Westen gut verkauft. Darum ist es wichtig, dass wir oft in den Fabriken vor Ort sind. Bei der Zusammenarbeit mit großen Unternehmen kann man selbst etwas entwerfen und es dann für die Produktion dort in Auftrag geben. In den kleinen Fabriken, mit denen wir zusammenarbeiten, gehen wir erst einmal vorbei und schauen nach, welche Materialien zur Verfügung stehen. Erst danach machen wir einen Entwurf auf Basis der Materialien. So achten wir beispielsweise darauf, dass die Frauen auch zu Hause ihre Arbeit erledigen können, sodass keine Kinder in der Fabrik herumlaufen.”

Lohn zum Leben

„Es ist gar nicht so einfach dafür zu sorgen, dass jeder einen fairen Lohn bekommt. Wir möchten gerne, dass alle, die für uns arbeiten, ein sogenanntes ‚existenzsicherndes Arbeitsentgelt‘ bekommen. Durch diesen Lohn sind die Mitarbeiter versichert, sie genießen Gesundheitsschutz und ihre Kinder können zur Schule. Doch sobald eine solche Fabrik nicht genügend Aufträge hat, kann sie auch die Löhne nicht mehr bezahlen. Das ist etwas, was uns Kopfschmerzen bereitet: Die Leute im Westen möchten gern ehrliche Produkte kaufen, doch wenn diese etwas mehr kosten, dann ist es mit dem guten Willen schnell wieder vorbei. Doch so ist es nun einmal: Wir produzieren in kleinen Mengen und somit wird die Sache auch teurer, als wenn man in Massenproduktion gefertigte Produkte aus China kauft.“

Einrichten bei Qurios

„Dieses Projekt bei Qurios, bisher eines unserer nachhaltigsten Projekte, setzten wir gemeinsam mit RH Interieurs um. Viele andere Unternehmen denken zwar über das Thema Nachhaltigkeit nach, entscheiden sich dann aber meist für die günstigeren Massenprodukte. Doch hier wird bis hin zu den Deko-Gegenständen in den Häusern nach nachhaltigen Produkten gesucht. Und das ist wirklich schön!“ Jouelle entwarf das Gläser-Set mit Wasserkaraffe, das in den Cottages steht. Es ist aus recyceltem Glas gemacht.

„Früher machte ich Tausende kommerzielle Produkte, auf denen nie mein Name stand. Jetzt bei Return to Sender ist er zu finden, und die Gegenstände sind auch noch nachhaltig hergestellt. Darauf bin ich wirklich stolz.“