Nachhaltige Tische

Made by Sam

Letzten Herbst trafen wir Sam Berghuis. Er ist Tischler und bezeichnet seine Arbeit als „nachweisbar nachhaltig“. Neugierig wie wir sind, laden wir Sam zum Kaffee ein. Und dafür gibt es keinen besseren Ort als das Coffee Cottage bei Qurios Zandvoort. Denn hier stehen die fantastischen Tische aus Sams Werkstatt. Stolz streicht er mit der Hand über das glatte Holz. „Es begann vor langer Zeit. Ich brauchte einen großen Tisch und dachte mir: ‚Ich mache ihn einfach selbst.‘ So lernte ich Tische herzustellen und entdeckte, dass man Holz überall bekommen kann.“

Sam war mit seinem Tisch zufrieden, und daraus entstand mehr. Trotz seiner grafischen Ausbildung entschied er sich für das Tischlerhandwerk. Seine Liebe gilt selbst designten Möbeln, die vollständig aus recyceltem Holz gebaut sind. „Ich finde es in Containern, auf dem Sperrmüll oder bei Recyclinghöfen. Es kommt wirklich von überall her. So habe ich immer gearbeitet. Als ich anfing, war Recycling noch nicht im Trend und auch nicht einfach zu vermarkten. Zum Glück unterstützte mich meine Partnerin Sandra. Sie bestärkte mich immer wieder: ‚Das ist eine prima Idee, mach weiter!‘ Das habe ich wirklich ihr zu verdanken. Inzwischen läuft der Verkauf ein ganzes Stück besser. Und die Reaktionen sind fast immer positiv!“

"Welchen Planeten hinterlassen wir den nachfolgenden Generationen? Diese Frage sollte man sich bewusst stellen und dann die Verantwortung für die Erde übernehmen. Auch ich trage meinen Teil dazu bei.“

Lungo, Cappuccino, Americano

Sam hat auch zum Kaffee-Thema in den beiden Coffee Cottages und in der Brasserie seinen Beitrag für Qurios Zandvoort geleistet: Er baute Tische in wunderschönen Brauntönen. In den Farbabstufungen sind beispielsweise Caffè lungo und Cappuccino zu erkennen. Der Tisch, der am meisten auffällt, ist der Americano: Der ist bold and beautiful, groß und breit. „Die Arbeit an diesem Projekt hat mir viel Spaß gemacht. Außerdem fühle ich so eine Art Seelenverwandtschaft mit Qurios. Sie eröffneten als erste Organisation auf dem Markt einen völlig autarken Ferienpark. Dafür braucht man Mut und eine Vision.”

Holz aus der Region

„Das meiste Holz, das ich für dieses Projekt verwendet habe, stammt aus einem Umkreis von 30 Kilometern rund um Amsterdam. Ich habe ein Lastenfahrrad und damit transportiere ich das gefundene Holz zu meiner Werkstatt. Die breiten Streifen in diesem Tisch stammen von der Treppe in einem Sportzentrum in Schalkwijk. Die schmalen Streifen dagegen waren einmal Fußleisten in einer Schule, die abgerissen wurde. Aus den Holzüberresten der Tische mache ich Schneidebretter. Ich nutze das Holz so lange, bis die Stückchen für die Wiederverwertung zu klein werden.“

Nachweisbar nachhaltig

Sam zufolge ist es wichtig, sich des eigenen Handelns bewusst zu sein, sonst kann man nicht umweltfreundlich agieren. Jeder Tisch hat daher seinen eigenen Ausweis, in dem alles steht: nicht nur das Material, aus dem er gemacht wurde, sondern auch der Energieverbrauch für seine Herstellung. „Welchen Planeten hinterlassen wir den nachfolgenden Generationen? Einen großen Müllberg oder eine solide Gesellschaft als gute Basis für die Zukunft? Diese Frage sollte man sich bewusst stellen und dann die Verantwortung für die Erde übernehmen. Auch ich trage meinen Teil dazu bei.“

Im Jahr 2019 war Sam zum ersten Mal bei der Dutch Design Week: Diese beliebte Messe zieht jährlich hunderttausende Besucher aus aller Welt an. Was die Veranstaltung so besonders macht, ist das Fokussieren auf Entwürfe für die Zukunft. Sein Name ist Sam Berghuis, Tischler. Und er arbeitet nachweisbar nachhaltig.